Der Gedanke dahinter


In den vergangenen Wochen habe ich mir immer wieder Gedanken gemacht, wie ich diesen einen ersten Blogeintrag nun beginnen könnte. Etwa mit: "Hey, hallo Freunde, wie geht es euch", "Ich bin wieder hier!", "Faunadestia ist wieder aktiv!"? Was für ein Quatsch.

Nein, während ich schreibe, merke ich, dass mir der Anfang sehr schwer fällt. Ich möchte unbedingt erklären, wie es zu einer Reaktivierung kam, was der Hintergrund der Sache ist und was ich damit bezwecken möchte. Denn mit diesem Unternehmen verfolge ich nämlich zwei große Ziele.
Zum einen habe ich auf meinem Mainblog vor einigen Wochen einen Text der Frustration veröffentlicht. Mir fiel auf, dass ich im realen Leben eine Niete in verbaler Kommunikation bin und dass ich mich nicht einmal in der Lage sehe, den einfachsten Smalltalk zu betreiben. Shame on me. Auf der anderen Seite wiederum behaupte ich, dass ich mich einigermaßen gewählt schriftlich ausdrücken kann. Klar, es ist nichts Besonderes, aber ich denke, dass die Basis da und definitiv ausbaufähig ist. Was habe ich mir nun also gedacht: Beweise ich mir selbst und dem Rest der Welt, dass ich doch kein Trottel bin. Dass ich mich eloquent ausdrücken kann. Dass ich über einen angemessenen Wortschatz verfüge. Dass ich mich wohlüberlegt zu einem Thema äußern kann. Und dass ich Worte sinnvoll verwenden kann. (Gleichzeitig kann ich die Vorteile der schriftlichen Kommunikation nutzen: niemand hört, wie ich über Wörter stolpere, stottere oder einen Satz zwei Mal beginne. Außerdem – das wohl Offensichtlichste – ich kann im Nachhinein etwas verändern.)
Generell spielt dabei wohl auch meine Begeisterung für die deutsche Sprache eine Rolle. Mich fasziniert tatsächlich der Klang verschiedener Worte, der Sinn dahinter und wie man Worte in einem anderen Kontext nutzen und mit einer anderen Bedeutung versehen kann, gerissene Wortspiele (an der Stelle gebe ich zumindest mein Bestes) und wie viele unterschiedliche Kombinationsmöglichkeiten es gibt. Da schlummert wohl ein wahrer Germanist in mir, denn bisher habe ich noch niemanden kennengelernt, der eine Anreihung von Buchstaben so interessant findet und dabei auch irgendwie eine Art von Kunst sehen kann. Das Studium der Germanistik war also keine Zeitverschwendung oder Themaverfehlung. Um es an dieser Stelle jedoch abzukürzen:

Punkt eins: Ich will mir etwas beweisen.

Des Weiteren betrachte ich diesen alten Blog als ein neues Langzeitprojekt. Die vergangenen fünf Monate haben große Teile meines Lebens umgeworfen und ich musste mich plötzlich mit neuen Situationen arrangieren, auf die ich eigentlich nicht wirklich vorbereitet war. Allerdings möchte ich an dieser Stelle nun nicht meine gesamte Lebensgeschichte darlegen (das wäre ja langweilig), sondern eher darauf aufmerksam machen, dass man in jeder Phase seines Lebens etwas Positives finden kann. In diesem Zusammenhang fiel es mir wie Schuppen vor die Augen: Live, and be happy, and make others so. Hey, mein liebstes Zitat aus einem meiner liebsten Romane (Mary Shelley – Frankenstein) drückt doch genau das aus, was ich auf diesem Weg erreichen möchte! Ich möchte nämlich mir und meinen Lesern inspirierende Texte verfassen. Texte, die Hoffnung vermitteln, unterhalten, erzählen, die zum Nachdenken anregen oder einfach ein nettes Wort beinhalten. Ist es nicht das Größte, wenn man seine Freude und positive Einstellung teilt? Der springende Punkt ist, dass ich manchmal an vielem zweifle, aber bei genauerer Betrachtung erweisen sich diese Zweifel als nichtig. Von daher werde ich auf diesem Blog alles positive, das um mich herum geschieht, niederschreiben. Als Erinnerung an mich selbst, dass rein gar nichts ausweglos ist und dass jede schlechte Phase irgendwann ihr Ende findet. Es kommt nur darauf an, wie man damit umgeht.
Bei diesem Unterfangen gehe ich speziell auf die Dinge ein, die mich glücklich machen. Das heißt also, dass mein Blog zukünftig (wieder) mit vielen Inhalten zu den Themen Musik (MUCC!), Büchern/Mangas und Literatur im Allgemeinen, Kochen und die vegetarische Ernährungsweise gefüllt wird. Ferner gehe ich davon aus, dass gerade am Anfang einige Inhalte über meine Familie erscheinen werden. Gerade in den letzten Monaten musste ich diesen Begriff neu für mich definieren, da ich festgestellt habe, dass ich keine Familie im klassischen Sinne um mich herum habe. Aber gerade dieser Aspekt macht mich sehr glücklich; in der heutigen Gesellschaft ist Blut eben doch nicht mehr dicker als Wasser.

Punkt zwei: Positive vibes!

Der weitere Plan sieht so aus, dass ich diesen Blog wirklich "öffentlich" machen möchte. Allerdings weiß ich noch nicht, wann ich mich das trauen werde. Irgendwie scheint es mir ein großer Schritt zu sein, meine Gedanken zu teilen – auch mit Menschen, die ich privat kenne. Bisher habe ich meinen Blog immer als etwas Intimes wahrgenommen; dank der Anonymität des Internets war es mir aber meist recht gleichgültig, wer mitliest. Aber wozu der ganze Aufwand, wenn ich damit niemanden erreiche? Vielleicht gibt es ja wenigstens eine Person, die meine Einträge bis zum Ende liest. Vielleicht erreicht mich auch der ein oder andere Kommentar zu meinen Einträgen – da ich mich in dieser Hinsicht als eine Art Künstlerin sehe, nehme ich sowohl positive als auch negative Kritik gerne an. Und vielleicht schaffe ich es tatsächlich, meinen Lesern wenigstens ein kleines Lächeln zu entlocken.

Doch nun genug der langen Rede! Zum Schluss möchte ich nur noch einen kurzen Einblick in das Thema des nächsten Eintrags mitgeben: Ich neige nämlich gerne dazu, meine Gestaltung des Blogs zu erklären. Wieso habe ich mich also ausgerechnet für Frankensteins Monster entschieden und wtf, was hat der Roman bloß an sich, dass ich so auf ihn stehe?
Mehr dazu bald!
7.12.17 17:55
 


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